Der "Bremer" von Nordsee!
Das war schon in den 70er-Jahren ein beliebter Snack, wenn man mit dem Hollandrad "in die Stadt" gefahren war - also in die Oldenburger Fuzo mit ihren Geschäften und Kneipen und Eisdielen: da war dann die kalte panierte Fischfrikadelle im Brötchen mit Salatblatt, Ketchup und gerösteten Zwiebeln Pflicht.
Frikadellen vom Köhler. Oben: natur; Unten: paniert |
Zuhause machte man sowas nicht, höchstens briet man die tiefgekühlten Fischstäbchen von Käptn Iglo.
Das folgende Rezept ist in seiner Einfachheit aus eigener Hand schnell gemacht und mit dem TK-Seelachs (nddt.: Köhler) ein preiswerter, köstlicher Picknickbestandteil - etwa am ersten Samstag im Mai, dem Weltfischbrötchentag.
Man kann natürlich edleren Fisch wählen (z. B. Scholle), mit anderen Gewürzen spielen, man kann die Frikadelle auch panieren...
Aber so ist schon gut!
Zutaten
- 500g Tiefkühl-Seelachs ("Pollack") oder Seehecht am Vortag aufgetaut
- 1 Zwiebeln, gewürfelt
- Butter, von einem Halben-Pfund-Butter-Block 1cm abgeschnitten zum Anschwitzen der Zwiebeln (alternativ Butterschmalz)
- 1 Zehe Knoblauch, ungeschält mit einem Kochmesser flachgedrückt
- 15 Fenchelsamen, gemörsert
- 2 Sardellen (wenn vorhanden)
- 1 TL Paprika, rosenscharf
- etwas Abrieb einer Zitronenschale
- Salz, Pfeffer
- 100 ml Riesling
- 1 Ei Gr. L
- 50g Semmelbrösel
- alte Brotreste
- krause Petersilie nach Geschmack - aber eher mehr als weniger!
1) In Butter(schmalz) Zwiebelwürfel bei sanfter Hitze und mit Deckel drauf andünsten, nach ca. einer halben Minute ungeschälte zerdrückte Knoblauchzehen hineingeben, bedeckt dünsten bis Zwiebeln leicht bräunlich sind
2) Fenchelsamen mörsern und dazugeben, gehackte Petersilie zugeben, zermantschte Sardellenfilets und alles noch mal gemeinsam ohne Deckel ca 1 Minute aufheizen, Riesling darüber gießen
3) Bei immer noch sanfter Hitze ziehen lassen ohne Deckel noch ca. 3 Minuten sanft garen lassen
4) Knoblauch rausklamüsern, Zitronenabrieb dazu - und von der Platte nehmen.
5) Aufgetaute Fischfilets in kleinere Stück schneiden und mit dem Fleischwolf - grobe Scheibe - wolfen. Wenn alles gewolft ist, mit ein wenig trockenem Brot die Wolfspule "säubern" und auch in die Fischmasse geben.
6) Fischmasse mit abgekühlter Zwiebelmasse verrühren, Ei einrühren und nach Gefühl Paniermehl zugeben. Mit (wenig) Salz, Paprika und Pfeffer abschmecken.
7) Eine Viertel Stunde gehen lassen, damit die Semmelbrösel die Flüssigkeit aufsaugen. Frikadellen formen, nochmals ruhen lassen. Frikadellen nicht mehlieren!
8) In Butterschmalz oder Sonnenblumenöl anbraten. Erst wenn eine Seite gut angebraten ist, vorsichtig wenden und auch von der anderen Seite ohne viel Drehung anbraten. Zieltemperatur innen beim Aus-der-Pfanne nehmen: 80 Grad. Ich mag sie ja am liebsten kalt!
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Nun muss sich alles wenden! |






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